Kombucha: Ist das Trendgetränk eine gesunde Limo-Alternative?
Prickelnd, fruchtig, angeblich gesund: Kombucha erobert die Supermarktregale. Doch ist das Trendgetränk wirklich eine bessere Alternative zu Limo – auch für Kinder? Ein Blick auf Zucker, Säure, Alkohol und den Hype um „gute Bakterien“.

Prickelnd, fruchtig, angeblich gesund: Kombucha erobert die Supermarktregale. Doch ist das Trendgetränk wirklich eine bessere Alternative zu Limo, auch für Kinder? Ein Blick auf Zucker, Säure, Alkohol und den Hype um „gute Bakterien“.
Kombucha hat nicht nur TikTok und Instagram längst erobert: Inzwischen steht das fermentierte Trendgetränk auch in vielen Supermarktregalen. Es sieht aus wie Limonade, prickelt wie Limonade und schmeckt oft fruchtig-süß. Doch anders als Zitronen- oder Orangenlimo soll Kombucha gesund sein. Ist Kombucha also die Wunder-Alternative zu Limo?
Was steckt in Kombucha?
Kombucha ist fermentierter Tee. Grundlage sind Schwarz- oder Grüntee, Zucker und eine sogenannte SCOBY-Kultur, eine Mischung aus Bakterien und Hefen. Während der Gärung entstehen Kohlensäure, organische Säuren, geringe Mengen Alkohol sowie, je nach Produkt, lebende Mikroorganismen. Ein Teil des Zuckers wird abgebaut, ein Rest bleibt enthalten.
Ist Kombucha gesünder als Limonade?
Klassische Limonade enthält viel Zucker und kaum Nährstoffe. Kombucha enthält meist etwas weniger Zucker und teilweise probiotische Kulturen\*. Für Erwachsene kann das durchaus interessant sein. Für Kinder ist Kombucha jedoch kein Gesundheitsgetränk. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1. Zucker bleibt Zucker: Auch wenn ein Teil vergoren wird: Viele Produkte enthalten mehrere Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Kinder nehmen ohnehin oft zu viel Zucker zu sich, ein echter Vorteil entsteht hier also nicht.
2. Alkohol entsteht bei der Gärung: Kombucha darf bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten und gilt damit rechtlich als alkoholfrei. Für kleine Kinder ist selbst diese geringe Menge jedoch nicht gedacht.
3. Säure belastet die Zähne: Durch Essig- und andere organische Säuren ist Kombucha deutlich sauer. In Kombination mit Zucker kann das den Zahnschmelz angreifen, ähnlich wie bei anderen süßen Softdrinks.
Und was ist mit den guten Bakterien?
Kombucha wird häufig mit seiner probiotischen Wirkung beworben. Tatsächlich können fermentierte Lebensmittel die Darmflora unterstützen. Die Studienlage speziell zu Kombucha ist jedoch begrenzt. Zudem enthalten nicht alle Produkte überhaupt lebende Kulturen, etwa wenn sie pasteurisiert wurden.









