Warum UV-Schutz für Kinder im Sommer lebenswichtig ist
Sonne tanken, aber sicher: Der TÜV-Verband warnt vor den Risiken unzureichenden UV-Schutzes bei Kindern und gibt Tipps für Kleidung, Produkte und Sonnencremes.
ZR
Zwergerl Redaktion
24. Juli 2025·2 Min.
Sonne tanken, aber sicher: Der TÜV-Verband warnt vor den Risiken unzureichenden UV-Schutzes bei Kindern und gibt Tipps für Kleidung, Produkte und SonnencremesArtikelSo schütze ich mich richtig vor der SonneMit der intensiven Sommersonne steigt die Gefahr eines Sonnenbrandes mit möglichen Langzeitfolgen wie vorzeitiger Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs..
Sommertage locken mit Badewetter, FreibadspaßArtikelKinder sollten schwimmen lernenFrüh schwimmen zu lernen gehört zum wichtigsten Schutz vorm Ertrinken. Bis Kinder „wassersicher“ sind ist noch viel Konzentration gefragt. Nach den Verkehrsunfällen ist Ertrinken die zweithäufigste Art tödlich verlaufender Unfälle im Kindesalter. und Stunden im Freien. Doch wer dabei auf ausreichenden UV-Schutz verzichtet, riskiert ernsthafte gesundheitliche Folgen – vor allem bei Kindern. Ihre Haut ist deutlich empfindlicher als die von Erwachsenen: Die Hornschicht ist dünner, der natürliche UV-Schutz noch nicht vollständig entwickelt. Was nach einem harmlosen Sonnenbrand aussieht, kann langfristig zu gefährlichen Erkrankungen führen.
„Wenn Kinderhaut ungeschützt der Sonne ausgesetzt wird und es zu Sonnenbränden kommt, sprechen wir nicht von einem kleinen Risiko, sondern von einer tickenden Zeitbombe“, warnt André Siegl, Experte für Gesundheitsschutz beim TÜV-Verband. Besonders alarmierend: Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der stationären Behandlungen wegen Hautkrebs in den vergangenen 20 Jahren um ganze 88 Prozent gestiegen. Allein 2023 mussten rund 117.000 Menschen ins Krankenhaus, rund 4.500 starben an den Folgen. Ein Anstieg um 61 Prozent seit 2003.
Eltern tragen Verantwortung
Die Botschaft des TÜV ist klar: Eltern müssen den UV-Schutz ihrer Kinder ernst nehmen. „UV-Schutz bei Kindern ist ein elementarer Bestandteil eines verantwortungsvollen Gesundheitsschutzes“, so Siegl. Doch worauf kommt es konkret an?
UV-Kleidung: Nicht jedes Shirt schützt
Zwar ist bedeckte Haut prinzipiell besser geschützt als unbedeckte – doch nicht jedes Kleidungsstück hält UV-Strahlung tatsächlich ab. Besonders die beliebte Baumwolle bietet oft keinen ausreichenden Schutz, vor allem wenn sie hell, dünn oder nass ist. Deutlich besser schneidet spezielle UV-SchutzkleidungAusflugszielFashion & Accessoires für Kids und TeensFashion & Accessoires für Kids und Teens in Munich. aus synthetischen Mikrofasern wie Polyester oder Polyamid ab. Diese Stoffe sind dicht gewebt, trocknen schnell und bieten selbst im nassen Zustand stabilen Schutz. Entscheidend ist der sogenannte UPF-Wert („Ultraviolet Protection Factor“), der angibt, wie viel Strahlung das Material durchlässt. Ein UPF von 50 bedeutet, dass nur zwei Prozent der Strahlung auf die Haut treffen.
Neben dem Material spielen auch Passform und Schnitt eine Rolle: Kleidung sollte möglichst viel Haut bedecken, nicht verrutschen und Bewegungsfreiheit bieten. Auch Farbe und Verarbeitung beeinflussen die Schutzwirkung.
Geprüfte Produkte erkennen
Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten auf geprüfte Produkte mit anerkannten Prüfsiegeln achten. Der TÜV-Verband empfiehlt, sich an international anerkannten Normen wie dem UV-Standard 801 zu orientieren. Produkte mit diesem Label werden unter realistischen Bedingungen, inklusive Dehnung, Nässe und Abnutzung, getestet.
Sonnencreme als Ergänzung
Spezielle UV-Kleidung schützt zwar zuverlässig, doch an manchen Stellen, wie Gesicht, Hände oder Füße, kommt man um Sonnencreme nicht herum. Hier gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF), desto besser. Für Kinder empfiehlt sich mindestens LSF 50. Die Creme sollte großzügig und regelmäßig aufgetragen werden, besonders nach dem Baden oder starkem Schwitzen.
Fazit: Schutz beginnt im Alltag
Ob am See, auf dem Spielplatz oder im Garten: UV-Schutz ist keine Nebensache, sondern eine Notwendigkeit. Mit der richtigen Kleidung, geprüften Produkten und hochwertiger Sonnencreme können Eltern ihre Kinder effektiv vor den unsichtbaren Gefahren der Sonne schützen und ihnen eine gesunde Zukunft ermöglichen.