Die gefährlichen kleinen Blutsauger werden aktiv, sobald es warm genug ist, deshalb geben die Johanniter Tipps zum wirksamen Zeckenschutz.
ZR
Zwergerl Redaktion
28. März 2022·3 Min.
Die gefährlichen kleinen Blutsauger werden aktiv, sobald es warm genug ist:
Zecken beginnen bereits ab einer Temperatur von acht Grad Celsius, sich auf die Wirtssuche zu machen. Je wärmer es ist, desto größer wird das Risiko, eine Zecke aufzusammeln.
Das kann gefährlich werden, denn die Spinnentiere können riskante Krankheiten übertragen: die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)ArtikelKeine Chance dem HitzekollapsWie man sich am besten schützt und was im Notfall zu tun ist, erklären Experten der Johanniter-Unfall-Hilfe. und die Gelenk- und Muskelentzündung Lyme-BorrelioseArtikelFSME und BorrelioseZecken können Lyme-Borreliose und FSME (Hirnhautentzündung) übertragen. Für dieses Jahr werden viele Erkrankungen erwartet..
Die Johanniter geben Tipps zum wirksamen Zeckenschutz.
Kontakt mit Zecken möglichst vermeiden
Zecken halten sich vor allem in Wäldern, hohem Gras, Gebüsch oder feuchtem Laub auf. Anders als viele Menschen glauben, lassen sie sich nicht von Bäumen fallen, sondern werden abgestreift oder klettern von unten auf Tiere oder Menschen. Dann suchen sie nach einer geeigneten dünnhäutigen Stelle, um sich mit ihrem Mundwerkzeug fest zu bohren. Zum Schutz gegen einen Zeckenstich sollte man Gebüsch und hohes Gras meiden. Geschlossene, lange Kleidung kann verhindern, dass eine Zecke an den Körper gelangt.
Gründliche Kontrolle nach Aufenthalt im Grünen
Nicht immer lässt sich der mögliche Kontakt mit den spinnenartigen Parasiten vermeiden – etwa bei einem Picknick im GrünenArtikelZecken vorbeugen und entfernenSobald es wärmer wird, sind Zecken wieder aktiv. Erfahre, wie du dich und deine Familie vor FSME und Borreliose schützt – mit praktischen Tipps zu Kleidung, Kontrolle, Entfernung und Impfung. oder bei einem Ausflug zum BadeseeArtikelZecken im Herbst: Borreliose im bunten LaubAuch im Herbst sind Zecken aktiv. Wie Familien sich schützen und warum die FSME-Impfung wichtig ist.. „Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man die Kleidung komplett ablegen und den Körper gründlich absuchen. Das gilt insbesondere für Kinder, die sich bevorzugt draußen aufhalten“, erklärt Thomas Fuchs, Ausbildungsleiter der Johanniter in Wasseburg. „Zecken bevorzugen warme Körperregionen wie Achselhöhlen, Kniekehlen, den Hals oder den Kopf“.
Wenn es passiert ist: Zecke so schnell wie möglich entfernen
Ein Zeckenstich ist kein Grund zur Panik. „Vor Borreliose schützt man sich am besten, indem man die Zecke zügig entfernt", so Fuchs. „Die Erreger sitzen im Magen-Darm-Trakt der Spinnentiere und gelangen 12 bis 24 Stunden nach dem ersten Saugen in die Wunde." Idealerweise hebelt man die
ungebetenen Gäste mit einer Pinzette oder mit einem speziellen Instrument zur Zeckenentfernung heraus. Hierzu fasst man die Zecke möglichst nah der Haut im Kopfbereich und zieht sie vorsichtig und gerade heraus. Im Anschluss muss die kleine Wunde an der Stichstelle desinfiziert werden. In keinem Fall sollte man versuchen, die Zecke mit Klebstoff, Öl oder anderen Mitteln zu ersticken, da das Tier im Todeskampf vermehrt Flüssigkeit absondert und die Gefahr einer Infektion dadurch nur steigt.
Hinweise auf Borreliose erkennen
Haben es die Borreliose-Erreger doch in den menschlichen Körper geschafft, bildet sich meist ein rötlicher Hof an der Einstichstelle, der sich langsam ausbreitet. Dann sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Häufig tritt die Rötung erst ein paar Tage nach dem Stichzeitpunkt auf. „Die Diagnose ist nicht immer einfach“, sagt Fuchs. „Manchmal bleibt die Rötung aus. Auch bei grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen oder geschwollenen Lymphknoten sollte man einen Arzt konsultieren.“ Die Lyme-Borreliose kann unbehandelt zu Nervenlähmungen, Gelenk- oder Herzmuskelentzündungen führen.
Impfung schützt vor FSME
Das zügige Entfernen der Zecke schützt jedoch nicht vor den Erregern für FSME, einer fieberhaften Erkrankung, bei der es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen kann. Diese tragen Zecken in einigen Regionen Deutschlands in den Speicheldrüsen und übertragen sie daher bei einem Stich sofort. Die Johanniter empfehlen Menschen, die in Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen, ihren Impfschutz schon jetzt zum Saisonauftakt zu überprüfen. Für den Aufbau des Impfschutzes gegen FSME sind drei Impfungen nötig. Die zweite Impfung erfolgt ein bis drei Monate nach der ersten. Etwa zwei Wochen danach besteht für einige Monate der Schutz. Um die Immunisierung abzuschließen, ist eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten nötig. Der Schutz besteht dann für mindestens drei Jahre. Die Kosten für die Impfung werden in Bayern in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
Gesundheit & Wohlbefinden
Hilfe! Ein Zeckenbiss - Was jetzt?!
Der Biss einer Zecke ist nicht nur unangenehm, er kann unter anderem Borreliose auslösen - eine Infektionskrankheit, die in Einzelfällen schwere und auch dauerhafte Folgeschäden auslösen kann. Das musst Du unbedingt beim entfernen beachten!