Ungewollt kinderlos - wenn der Kinderwunsch die Seele belastet
Die Erfahrung des Wunders der Geburt, das Halten des eigenen Nachwuchses im Arm und das Beobachten seines Heranwachsens - die Gründung einer eigenen Familie ist für viele Paare ein Teil eines glücklichen und erfüllten Lebens.

Die Erfahrung des Wunders der Geburt, das Halten des eigenen Nachwuchses im Arm und das Beobachten seines Heranwachsens - die Gründung einer eigenen Familie ist für viele Paare ein Teil eines glücklichen und erfüllten Lebens. Umso größer ist die Trauer, wenn die erhoffte Schwangerschaft trotz längerem Versuchens nicht eintritt. Mit jedem weiteren negativen Schwangerschaftstest steigt die Verzweiflung und Unsicherheit vieler Paare. Einige Betroffene ziehen sich aus Selbstschutz von Freunden und Verwandten zurück, da die Angst vor Fragen zur Familienplanung zu groß ist. Diese seelische Belastung kann langfristig zur Entstehung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen beitragen. Paare, die mit unerfülltem Kinderwunsch
Artikel10 Jahre Bundesinitiative „Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit“Fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Um sich den Wunsch nach Kindern erfüllen zu können, sind diese Paare auf medizinische Hilfe angewiesen. konfrontiert sind, durchleben oft eine schwere Phase, in der vieles hoffnungslos erscheint. Es gibt jedoch Wege, mit dieser Situation umzugehen und den dunklen Himmel über dem Alltag aufzuhellen.
Schlüsselrolle Psyche
Viele Menschen haben eine klare Zukunftsplanung: Mit 28 heiraten, mit 30 zum ersten Mal schwanger werden und mit 32 das zweite Kind bekommen. Die Gründung einer Familie ist ein wichtiger Bestandteil dieser Pläne. Manche verschieben jedoch ihren Kinderwunsch aus beruflichen Gründen, suchen noch nach dem richtigen Partner oder warten einfach auf den richtigen Zeitpunkt. Wenn es jedoch plötzlich nicht mit der geplanten Schwangerschaft klappt, ist der Schock oft tief. Hinter einer ausbleibenden Schwangerschaft können verschiedene Gründe stecken, wie Geschlechtskrankheiten oder hormonelle Störungen wie Anovulation (ausbleibender Eisprung) oder Veränderungen der Geschlechtsorgane wie Gebärmutterverwachsungen. Aber auch ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht, Essstörungen und Stress gehören zu den Risikofaktoren, die die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen können. Insbesondere der letzte Punkt spielt eine entscheidende Rolle, da Psyche und Körper sich gegenseitig beeinflussen. Wenn Frauen verstärktem Stress ausgesetzt sind, setzt der Körper unter anderem das Stresshormon Cortisol frei, das die Freisetzung von FSH und LH, Hormone, die die Funktion der Eierstöcke regulieren, beeinflussen kann. Eine verringerte Ausschüttung kann zum Ausbleiben der Menstruation oder zur Erschwerung des Eisprungs führen.






