Der Hebammen Notstand
Der deutschlandweite Hebammennotstand wird immer größer. Doch was kann man dagegen tun? Darüber, dass Deutschland zu wenig Hebammen hat, wird bereits seit Jahren viel berichtet. Doch was hat sich seitdem getan?

Der deutschlandweite Hebammennotstand wird immer größer. Doch was kann man dagegen tun? Darüber, dass Deutschland zu wenig Hebammen hat, wird bereits seit Jahren viel berichtet. Doch was hat sich seitdem getan? Und was wird gemacht, damit sich die Zahlen verbessern?
Aktuell befindet sich diese weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Gegenzug steigen die Geburtenzahlen stetig an. Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV)
ArtikelStoppt die Schließung von GeburtsklinikenDie fortschreitende Schließung von geburtshilflichen Kliniken in Deutschland ist zweifelsohne ein Skandal. Schon seit Jahren warnt der Deutsche Hebammenverband vor den gravierenden Folgen dieser Entwicklung. aktualisiert regelmäßig eine „Deutschlandkarte der Unterversorgung“, um die teils dramatische Situation zu untermalen. Doch die Unterversorgungen variieren drastisch von Bundesland zu Bundesland: auf Platz Eins des Notstands befindet sich Schleswig-Holstein, dicht gefolgt von Berlin. Am besten sieht es in Niedersachsen aus. Als kleine Ergänzung der Versorgung vor Ort finden Schwangere und frisch gebackene Eltern online mittlerweile verschiedene Angebote, die sie bei Fragen und Problemen unterstützen können.
Obwohl das Problem in Deutschland seit langem klar ist, ist keine direkte Verbesserung oder Tendenz zur Besserung erkennbar.
Wirft man einen Blick auf die aktuellen Zahlen, zeigt sich schnell, dass vor allem in der Wochenbettbetreuung ein signifikanter Mangel herrscht. Von 2015 bis Ende 2019 wurden 21.870 Fälle gemeldet, in denen es an Versorgung fehlte. Bis 2021 kamen fast 11.000 weitere Fälle hinzu, so dass die Zahl auf 32.481 stieg. Laut Umfragen beklagen diesen Zustand circa drei Viertel der jungen Mütter! Auch bei der und bei den Beleggeburten sieht es nicht besser aus. Der DHV meldet insgesamt 43.768 Einträge zu fehlenden Hebammen. Das heißt es wurden knapp 43.000 Hebammenleistungen angefragt und konnten nicht umgesetzt werden. Wie bereits erwähnt ist der Mangel an Hebammen in Schleswig-Holstein am gravierendsten, eng gefolgt von Berlin. Auch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben sehr zu kämpfen. Am besten schneidet Niedersachsen ab.







