Zehn Jahre Teddybärkrankenhaus Rosenheim: Wenn der Teddy zum Röntgen muss
Beim Jubiläumswochenende brachten 790 Kinder ihre Kuscheltiere zur Behandlung. Ganz nebenbei nahmen sie sich dabei selbst die Angst vor Arzt und Krankenhaus.

„Ein kleiner Teddybär sitzt auf der Behandlungsliege und wartet geduldig auf seine Untersuchung.“ So beschreibt Dr. Nico Hanny den Moment, um den sich beim Teddybärkrankenhaus Rosenheim alles dreht. Die kleine Besitzerin hört genau zu, warum ihr Kuscheltier geröntgt werden muss, und steht kurz darauf selbst eingekleidet mit im OP.
Am 10. und 11. Juli feierte das Teddybärkrankenhaus sein zehnjähriges Bestehen, und der Andrang war groß. 790 Kinder kamen mit ihren Stofftieren vorbei, ließen sie untersuchen, röntgen und behandeln und lernten dabei ganz spielerisch, dass ein Arztbesuch nichts ist, wovor man sich fürchten muss. „Aus einer Idee wurde eine Erfolgsgeschichte“, fasst Dr. Hanny die zehn Jahre zusammen.
Wie fest die Aktion in der Region verankert ist, zeigte auch die Gästeliste. Neben den drei Rosenheimer Bürgermeistern Abuzar Erdogan, Daniel Artmann und Gabriele Leicht schaute Landrat Otto Lederer vorbei. Und das Teddybärkrankenhaus tröstet nicht nur Kuscheltiere: 39 Menschen ließen sich beim Jubiläum als potenzielle Stammzellspender registrieren.
Bei der Feier überreichte das Team außerdem einen „Teddy-Oscar“ an Oberbürgermeister Abuzar Erdogan.
Wer den Trubel diesmal verpasst hat, bekommt bald die nächste Gelegenheit. Am 11. und 12. Dezember 2026 lädt das Team zu einem Weihnachtsspecial ins Teddybärkrankenhaus nach Bad Aibling.
Verantwortlich für das Teddybärkrankenhaus Rosenheim ist Dr. Nico Hanny. Mehr über das ehrenamtliche Projekt gibt es auf teddybaerkrankenhaus-rosenheim.de.













