Spiel des Jahres 2021
Das Spiel des Jahres 2021 heißt „MicroMacro: Crime City“. Das gab die Kritikerjury vom Verein Spiel des Jahres am Montag in Berlin bekannt.

Das Spiel des Jahres 2021 heißt „MicroMacro: Crime City“.
Das gab die Kritikerjury vom Verein Spiel des Jahres am Montag in Berlin bekannt.
Die Auszeichnung Kennerspiel des Jahres 2021 ging an „Paleo“.
Ein großes Schwarzweißbild, überbordender Detailreichtum und ganz viel kriminelle Fantasie: „Über ein Dutzend Mord- und Todesfälle gilt es auf dem wuseligen und riesigen Stadtplan im Wimmelbildstil aufzuklären“, so die Jury: „Indizien und Spuren geben uns Hinweise auf den Tathergang, und so entsteht eine spannende Rekonstruktion, komplett ohne Text und mit minimalem Regelwerk.“ Dabei entstünden „unvergessliche Momente“.
„MicroMacro Crime City“ von dem Autorentrio Johannes Sich, Daniel Goll und Tobias Joschinke eignet sich für eine bis drei Personen ab zehn Jahren. Eine Partie dauert 15 bis 45 Minuten. Das Spiel kostet etwa 25 Euro und ist im Verlag Edition Spielwiese/Pegasus Spiele erschienen.
„MicroMacro Crime City“ setzte sich durch gegen die ebenfalls nominierten Spiele „Robin Hood“ von Michael Menzel (Kosmos, für zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, etwa 50 Euro) und „Zombie Teenz Evolution“ von Annick Lobet (Scorpion Masqué, für zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro). Die Jury gibt außerdem eine Empfehlungsliste mit fünf weiteren, hervorragenden Spielen heraus.
„Trotz Corona haben wir im vergangenen Jahrgang rund 300 deutschsprachige Neuheiten gespielt und beurteilt, die Zahl der Veröffentlichungen war unverändert hoch. Es waren viele spannende Spiele dabei“ kommentiert Harald Schrapers, Vorsitzender Spiel des Jahres e.V., den Jahrgang. Er hob hervor: „Positiv ist es, dass sich Autoren und Verlage zunehmend um Diversität bemühen, was in der Sprache, in den dargestellten Rollen und den Illustrationen deutlich wird.“
Auf Augenhöhe mit der Steinzeit: „Paleo“ von Autor Peter Rustemeyer ist das Kennerspiel des Jahres 2021. Dem Titel gelinge es, „auf außergewöhnliche Weise, dynamische
Geschichten und Bilder in den Köpfen der Gruppe entstehen zu lassen, die noch lange nach Spielende nachhallen“, lobte die Jury. Als besonders originell bei dem spannenden Überlebenskampf in der Steinzeit wurde der zugrunde liegende Kartenmechanismus hervorgehoben: „Gemeinsam wägen wir als Stamm Runde für Runde solche Risiken nur anhand der Illustrationen auf den Kartenrückseiten ab. Erst nach dem Umdrehen der Karte offenbart sich, was am gewählten Ort passiert. Gemeinsam wachsen wir an diesen Aufgaben. (...) Zehn Kartensets mit neuen Herausforderungen lassen sich beliebig kombinieren und bieten motivierende Abwechslung, den harten Überlebenskampf wieder und wieder anzunehmen.







