Kita-Engpass in Rosenheim: Was die Stadt dagegen tut
Trotz hunderter neuer Kita-Plätze finden nicht alle Kinder in Rosenheim einen Betreuungsplatz. Warum es trotzdem Hoffnung gibt und was Eltern wissen sollten: Das erklären Oberbürgermeister Andreas März und Sabine Hilger.
ZR
Zwergerl Redaktion
17. Juli 2025·2 Min.
Trotz hunderter neuer Kita-Plätze finden nicht alle Kinder in Rosenheim einen Betreuungsplatz. Warum es trotzdem Hoffnung gibt und was Eltern wissen sollten: Das erklären Oberbürgermeister Andreas MärzArtikelSchirmherrschaft OB Rosenheim„Willkommen!“ und Sabine Hilger.
In Rosenheim gibt es viele Kinder und nicht immer genug Plätze in der Kita. Das hat auch die Stadt erkannt und arbeitet seit Jahren daran, die Situation zu verbessern. Im Interview mit dem Oberbayerischen Volksblatt erklärten Oberbürgermeister Andreas März und Sabine Hilger, Leiterin des Amts für frühkindliche BildungAusflugszielStadt Rosenheim - Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, was sie tun, damit möglichst jedes Kind gut betreut werden kann.
Stadt Rosenheim - Amt für Kinder, Jugendliche und Familien in Rosenheim.
Mehr Plätze – aber auch mehr Kinder
In den letzten fünf Jahren hat Rosenheim rund 500 neue Kita-Plätze geschaffen. „Wir können ausreichend Plätze für alle Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen“, sagt Sabine Hilger. Die Stadt gehe aktiv auf Eltern zu, um freie Plätze für Kinder zwischen ein und drei Jahren anzubieten. Dennoch gibt es derzeit 295 Kinder ohne Platz, darunter auch 21 offene Rechtsansprüche.
Tagespflege: eine echte Alternative
Das Problem? Viele Eltern wünschen sich eine bestimmte Einrichtung und lehnen Alternativen ab. „Dann war es eben nicht die ‚Wunschkita‘ oder die ‚Einrichtung direkt ums Eck‘“, so Hilger. Dabei seien gerade in der Großtagespflege und bei TagespflegenEventInfoabend - Kindertagespflege - eine Aufgabe für Sie?- Informationsabend noch viele Plätze frei. Doch diese Angebote würden oft nicht angenommen, obwohl sie „ein gleichwertiges Angebot zur Krippe“ und „rechtsanspruchserfüllend“ seien.
Oberbürgermeister März ergänzt: „Zum ‚Tag der KinderbetreuungArtikelTage der offenen Tür in Rosenheimer KitasRosenheims Kitas öffnen ihre Türen: In den kommenden Wochen können sich Eltern vor Ort informieren, bevor Anfang März die Online Anmeldung für Krippe, Kindergarten und Tagespflege startet.‘ habe ich drei Großtagespflegen besucht. Mein Eindruck war durchweg positiv.“
Fachkräftemangel bremst Ausbau
Ein Grund, warum jedes Jahr trotzdem Plätze fehlen, ist der Personalmangel. „So können wir derzeit 24 Krippenplätze nicht anbieten, weil uns das Personal fehlt. Auch 50 Kindergartenplätze können wir nicht belegen, weil uns dafür kein Personal zur Verfügung steht“, erklärt Hilger.
Die Stadt will mit neuen Ausbildungsangeboten vor Ort dagegenhalten. „Wir sind grundsätzlich zuversichtlich, dass sich in den nächsten Jahren durch verschiedene Anreize […] weitere Fachkräfte und interessierte Personen für einen Quereinstieg gewinnen lassen“, so Hilger. Auch die Arbeitsbedingungen hätten sich durch Tarifabschlüsse verbessert.
Stimmung wird besser
Vor einigen Jahren sei die Stimmung bei den Eltern noch angespannt gewesen. „Mittlerweile ist angekommen, dass wir uns sehr anstrengen, wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Eltern bei der Suche nach einem geeigneten Kita-Platz zu unterstützen“, betont Hilger. Neue Bauprojekte sollen in den kommenden Jahren weitere Plätze schaffen.
Flexikräfte helfen bei Ausfällen
Was tun, wenn Personal plötzlich ausfällt? „Die wesentliche Frage jeden Morgen ist: ‚Ist das Personal vollständig im Dienst und kann der Kita-Betrieb laufen?‘“, so Hilger. Um kurzfristige Engpässe aufzufangen, gibt es in städtischen Einrichtungen sogenannte Flexikräfte, pädagogisches Zusatzpersonal, das im Notfall einspringt.
Fazit: Offenheit hilft weiter
In Rosenheim wurde viel erreicht, aber es gibt noch einiges zu tun. Die Stadt setzt auf neue Fachkräfte, flexible Lösungen und alternative Betreuungsformen wie die Großtagespflege. Eltern sind gut beraten, auch solche Angebote in Betracht zu ziehen.
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