Erntedankfest - Wie wird es gefeiert?
Das Erntedankfest ist in vielen Gemeinden einer der feierlichen Höhepunkte des ansonsten eher tristen Herbstes. Dabei soll die Freude über eine erfolgreiche Ernte zum Ausdruckgebracht werden.

Bräuche zum Erntedankfest – Traditionen, Ursprung und heutige Bedeutung
Das Erntedankfest (auch Erntefest oder einfach Erntedank) gehört zu den ältesten und wichtigsten Festen des Jahres. Im Mittelpunkt steht der Dank für die Früchte der Erde und die Ernteerträge, die das Leben sichern. Vor allem in christlich geprägten Regionen ist das Fest fest verankert, doch viele Bräuche reichen weit in die vorchristliche Zeit zurück.
Ursprung des Erntedankfestes
Schon lange bevor das Christentum entstand, feierten Menschen zur Zeit der Herbst-Tagundnachtgleiche (23. September) Feste, um den Göttern für eine reiche Ernte zu danken. Mit Opfergaben aus Getreide, Obst und Gemüse wollten sie sich das Wohlwollen von Fruchtbarkeits- und Feldgeistern sichern. Besonders wichtig war die erste und letzte Garbe, die nicht nur als Opfergabe diente, sondern auch für Fruchtbarkeitsrituale verwendet wurde.
Mit der Christianisierung wurde das Fest in die kirchliche Tradition aufgenommen. Heute feiern katholische Gemeinden das Erntedankfest meist am ersten Sonntag im Oktober, evangelische häufig rund um den 29. September (Michaelistag). Einen einheitlichen Termin gibt es nicht – jede Kirchengemeinde entscheidet selbst.
Bräuche zum Erntedankfest
Viele Bräuche haben sich bis heute erhalten, auch wenn sie oft eher symbolischen Charakter tragen:
1. Der geschmückte Altar
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht der festlich dekorierte Altar. Hier werden Feldfrüchte, Getreide, Obst, Gemüse, Brot, Honig oder Wein aufgestellt. Diese Gaben sind keine Opfergaben mehr, sondern erinnern die Gläubigen an die Fülle der Natur und an die Verantwortung für Gottes Schöpfung.







