Am Thema „Frühförderung“ scheiden sich die Geister
Zunächst muss man klar unterscheiden zwischen „Frühförderung“ und „früher Förderung“. Ersteres ist nach ärztlichen Diagnosen dringend notwendig, Zweites ist überwiegend Geschmackssache.

Am Thema „Frühe Förderung“ scheiden sich die Geister: während die einen ihren Spross schon mit neun Monaten ins Baby- Englisch schicken, haben wiederum andere die Meinung „ah, so ein Schmarrn, bis jetzt is noch jeda groß gwordn!“.
Zunächst muss man klar unterscheiden zwischen „Frühförderung“ und „früher Förderung“. Ersteres ist nach ärztlichen Diagnosen dringend notwendig, Zweites ist überwiegend Geschmackssache. Beide Dinge werden oft verwechselt und in Zeiten von PISA und G8 stehen Familien häufig unter einem solchen Druck, dass sie bereits im Säuglingsalter an Englische- Kurse und Co. denken, um ja nichts zu verpassen.Das einmal vorab: jedes Kind hat seinen eigenen Lebens- und Bauplan in sich. Jedes Kind wird seine Schritte dann machen, wenn es so weit ist. Man kann etwas unterstützend mitwirken, aber man wird aus einem Kind keinen Sprach- Künstler machen, nur weil es mit neun Monaten in einem Englisch- Kurs gewesen war.
Andere Kinder brauchen hingegen sehr dringend Hilfe, Förderung und Unterstützung. Gut, wenn man hier bei guten Kinderärzten ist, die frühzeitig erkennen, dass das Kind einer Frühförderung bedarf. Babys, die sich nicht bewegen, die nicht greifen, nicht reagieren oder Schrei- Babys und unruhige Kinder sollten dringend speziell untersucht werden und in FrühförderzentrenEventTag der offenen TürFür Kinder mit Behinderung oder erhöhtem Förderbedarf im Alter von 0-7 Jahren. vorgestellt werden. In Kinderzentren und Frühförderstellen werden die Kinder besonders untersucht und dementsprechende Therapien werden den Familien vorgeschlagen.
Eine wunderbare Sache, da man hier unter Umständen den Kindern den entscheidenden Schubser für eine ganz normale, glückliche und gesunde Weiterentwicklung geben kann. Darum sollte es auch grundsätzlich gehen: um ein normales und glückliches Leben. Da stellt sich dann die Frage, was kann und muss ich als Mutter oder Vater eines gesunden Kindes tun, damit alles gut verläuft? Die Förderung von Kindern hat sich in den letzten Jahren sehr entwickelt. Heute gibt es ein großes Angebot, das fast schon Angst macht. Allein die Tatsache, dass es so viel gibt, setzt Eltern unter Druck. Man hat ja so viel Angst, was falsch zu machen. Von Pekip über und Baby- Englisch bis hin zu Baby-Musikgruppen fällt die Auswahl schon recht schwer beziehungsweise fragt man sich: braucht man/Baby das?






